Die Weihnachtslüge
torfjunge 11. Dezember 2011
Alle Jahre wieder begehen wir das Wiegenfest unseres Herrn Jesu Christi. Doch was steckt eigentlich hinter diesem “Höchsten aller christlichen Feiertage?”
Bei genauerer Betrachtung nicht wirklich viel christliches. Genau genommen ist das Weihnachtsfest voller Heidentum und heidnischer Bräuche. Zerlegen wir das Fest doch einmal in seine Bestandteile:
Termin:
Wann begehen wir Weihnachten? Richtig – am 24. Dezember. Nun lange vor dem Christentum war dies bereits ein Feiertag, denn die in Europa weit verbreiteten Völker indogermanischer Abstammung feierten – man kennt es aus der Werbung eines großen Möbelhauses – das sogenannte Jul-Fest. Es handelt sich hierbei um die Wintersonnenwende, die von jeher ein wichtiges Datum in vorchristlichen Jahreszyklen darstellte. Erst Papst Hippolytos legte den Termin für die Geburt Christi auf den 25. Dezember fest – und das im Jahr 217 n. Chr.
Geburt Jesu:
Diese Annahme, wir würden die Geburt einer Person feiern, ist ebenfalls an die Wintersonnenwende gekoppelt: Die Indogermanen feierten die Wiedergeburt des Lichts, das von nun an langsam erstarken würde . Aber auch andere Völker der Erde feierten zu dieser Zeit die Geburt von Sonnengöttern, darunter die Griechen, Perser und Phrygier. Alle um die gleiche Zeit – um den Termin der Wintersonnenwende herum. Und dies alles bereits deutlich vor der Geburt eines Zimmermannssohnes in Bethlehem.
Der Weihnachtsbaum:
Auch dieser ist etlichen anderen vorchristlichen Bräuchen entnommen. So stehen die immergrünen Zweige der meisten Nadelbäume schon seit Urzeiten für Lebenskraft und Gesundheit. Besonders im Mithras-Kult war das schmücken eines Baumes eine Ehrerbietung an den Gott Mithras, der ebenfalls mit dem Sonnengott gleichzusetzen ist und daher wieder wunderbar zur Wiedergeburt des Lichtes/der Sonne passt, wie wir sie schon oben behandelt haben. Ebenfalls wie der Weihnachtsbaum fällt der Mistelzweig, den man sich besonders in England ins Haus holt eine ähnliche Rolle, denn die Mistel ist es, die im Dezember zur Frucht heranreift und im kahlen Geäst der entlaubten Bäume auch im Winter einen grünen Flecken – und damit Anzeichen auf Leben – bildet.
Der Weihnachtsmann:
Der Weihnachtsmann, wie wir ihn heute kennen – also mit rotem Mantel und weißem Bart – ist eine Erfindung Coca Colas. Den alten Mann hatte man anlässlich einer PR-Kampagne in den 20er Jahren erfunden und ab 1931 regelmäßig als Werbefigur benutzt. Somit kann man den Weihnachtsmann schon als frühen Vorboten des Weihnachtskonsums ansehen. Doch auch die ursprünglichere Variante des Weihnachtsmanns kann man wieder auf heidnische Bräuche zurückführen. Zwar ritt in der germanischen Kultur kein alter Mann auf einem Rentierschlitten durch den weihnachtlichen Himmel, doch die “Rauhnächte”, die von den indogermanischen Kulturen gefeiert wurden waren die Zeit, in der der Legende nach Odin/Wotan mit den Toten in dieser Zeit zur “Wilden Jagd” geritten sein
Wir sehen also, die zentralen Inhalte und der Termin des Weihnachtsfestes sind absolut heidnischer Herkunft und wurden zum Zwecke der Konvertierung einfacher weise vom Christentum übernommen. Es ist unbestritten immer einfacher, etwas bestehendes umzudeuten oder zu gebrauchen, als etwas neues zu erschaffen und zu etablieren.

